Die Algarve – Portugals schöne rauhe Südküste von West nach Ost

5.-15.1.2019

Von Lissabon aus ging es geradewegs runter in den Süden. Ein Taxifahrer hatte uns geraten, auf keinen Fall Autobahn, sondern eben Landstraße zu fahren. Wir folgten brav seinen Ausführungen, was uns nach ungefähr 1.897 Schlaglöchern und tatsächlich ein paar schönen Blicken auf die portugiesische Westküste..

..mit teils recht rauher Vegetation..

.. weiten Feldern und viel „Nichts“..

..kleinen Ortschaften..

..und mit bisschen Glück auch mal ein wenig Meer..

..bis zu dem von dem Taxifahrer beschriebenen „Ende der Welt“ führte, dem südlichsten Zipfel des ganzen Landes.

Es gab auch einen offiziellen Stellplatz ohne Service, der allerdings so parkplatzlike und unpersönlich aussah, dass er uns nicht zum Übernachten lockte. Hier campen anscheinend hauptsächlich Surfer und Klippenwanderer, einige radeln auch am steilen Ufer rauf und runter. Für uns jedenfalls eher nix.

Schön war, dass wir diesen Ort endlich mal erreicht hatten, bevor die Sonne untergegangen war. 😊 Somit waren ein paar kitschige Postkartenfotos angesagt..

Da für den nächsten Tag eine Runde Golfen geplant war, entschieden wir uns, noch abends weiter westlich Richtung Lagos zu fahren und dort irgendwo zu übernachten. Ein günstiger Stellplatz, möglichst mit sanitären Anlagen wäre jetzt schön. Gesagt, getan.. es gab tatsächlich einen. Für etwa 300 WoMos. Eine Anweisungstafel, eine „Parkuhr“, eine Wasserentsorgungsstation und eine Blechhütte mit einer Dusche und je einer D-/ und H-Toilette für alle Gäste. Hmmm. Nachdem wir unser Parkticket gezogen hatten, merkten dann endlich auch wir, dass die Türen (am Wochenende) geschlossen waren 🙄 Nundenn, war wenigstens günstig. Und wir haben neben einem britischen „Kollegen“ geparkt, was irgendwie süß aussah..

Am nächsten Morgen ging es dann direkt zum ersten unserer Partner-Golfplätze, „Alto Golf“. Die 6 portugiesischen Pestana Golfplätze kooperieren nämlich mit den deutschen Golf Absolute Plätzen und bescheren uns (neuerdings Absoluties) daher eine Reduktion im Greenfee ☺

Golfplätze bei Sonnenschein und so schön blauem Himmel sind eine Wohltat für die Seele!!

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass uns schon auf den ersten Kilometern in Portugal (am 2. Januar) aufgefallen war, dass man hier offenbar ohne große Scheu seine Grünabfälle verbrennt? Erst dachten wir, es könnte feste Tage im Jahr dafür geben. Immerhin liegen bei entsprechender Wetterlage ganze Täler dadurch im „Nebel“..

Aber hier ist das wohl einfach immer der Fall. War leider nicht das letzte Mal so zu sehen.

Jedenfalls war unser Monsterchen nach immerhin schon über 3.000 Kilometern total verdreckt und hatte sich eine kleine Waschung echt verdient. Wolfgang hat das wirklich super gemacht 😉

Danach fingen wir so langsam unseren Urlaub an, der überwiegend aus Nichtstun, Golf spielen, lecker kochen und natürlich a bissl Gegend erkunden bestehen sollte.

Nach dem Spiel ist.. vor der Übernachtung. Noch am Abend liefen wir in unserem „sicheren Hafen“ für die nächsten 9 Tage ein. Ein lustiger kleiner Campingplatz am Rande des entzückenden Städtchens Carvoeiro, was wiederum zu Lagoa gehört.

Etwas unkonventionell und leicht chaotisch, aber zweckmäßig und alles vorhanden, was man so braucht. Bis hin zu einer Waschmaschine, die wir sogar genutzt haben. Auch Backpacker finden hier ein günstiges Lager im Hostel oder einfach in einer der vorhandenen Hängematten.

Deutsch/holländisch betrieben von super freundlichen Aussteigern bekamen wir einen tollen Standplatz gleich bei der Ein-/Ausfahrt, was unseren Golffahrten sehr entgegenkam. Ansonsten sind wir von hier aus in so ziemlich alle Himmelsrichtungen geradelt, um einzukaufen, Essen zu gehen oder tolle Aussichtspunkte zu besuchen.

Sebastian hat uns gute Tipps gegeben, wo wir z. B. günstig, gut und relativ gut geheizt typisch portugiesisch essen gehen können. Auch für unser Reifenproblem haben wir Dank seiner Ortskenntnis Hilfe gefunden. Jetzt sind alle vier hinteren Reifen wieder von der Außenseite aus aufpumpbar 👍 das war ja kein Zustand für nagelneue Reifen!!

Wir wechselten also ab zwischen unserem Hobby, kleinen Bällen über grünen Wiesen nachzulaufen, und einer Art Aktivurlaub mit unseren kleinen Super-Rädchen. Die Zeit verging wie im Flug…

Golfen in „Silves Golf“..

Essen gehen beim Portugiesen..

Den angeblich schönsten Stadtstrand Europas (haben Schweden behauptet), den Praia de Carvoeiro besuchen..

Quietschen unterm WoMo entfernen..

Golfen in „Vale da Pinta“..

.. die berühmten Höhlen von Benagil erwandern. Rundherum sah es auch wunderbar aus..

..wobei für den Einblick von oben in die eigentlich berühmte Höhle die Sonne leider schon zu tief stand. Auf dem Heimweg fand ich dann noch dieses hübsche „Bild“ davon..

..an einer Bushaltestelle 😂

Es war wirklich wunderschön hier Algarve und wir haben auch einiges gelernt in den letzten Tagen.

Zum Beispiel, dass Diesel in Spanien viel günstiger ist als in Portugal. Und wenn schon nötig, dann tankt man an einer portugiesischen Supermarkt-Tankstelle ca. 20 Cent günstiger pro Liter.

Oder, dass man hier in Aldi, Lidl & Co. auch geliebte heimische Dinge wie Quark und Hüttenkäse bekommt.

Durch nette Gespräche mit anderen (erfahreneren) Campern erfuhren wir, dass man in Spanien eher mal „wild“ campen kann als in Portugal. Hier wird wohl schneller „aufgeräumt“. Einen tollen Tipp für einen weiteren kleinen Aufenthalt in Richtung Heimt haben wir auch bekommen: Àguilas in Andalusien. Checked 🤩, das merken wir uns vor!

Und – es ist unbestritten – hier halten sich offensichtlich Menschen mit ungeheuerlich viel Geld auf. Man sieht das nicht nur an den riesigen Villen, die hauptsächlich in Golfplatznähe stehen oder gerade gebaut werden, sondern auch am Angebot in dem zugegebenermaßen sehr noblen und gut ausgestatteten Supermercado „Apolonia“..

Pfffffft.. 😳

Meistens sind wir einfach netten Leuten begegnet, die entweder seit Jahren hier urlauben oder sogar hierher ausgewandert sind. Aus Schweden, England, Deutschland, der Schweiz.. und so weiter.

Unser Fazit nach dieser ersten Erfahrung ist: Ein Januar an der Algarve ist viel schöner, angenehmer und wärmer als ein Januar in Deutschland 😎

Heute (15.1.) fahren wir weiter… nach Andalusien. Wir werden berichten…

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1 Kommentar

  1. Danke für den wunderschönen Bericht ! Am meisten beeindruckt mich der blaue Himmel, denn wir sitzen immer noch unter grauemHimmel !☹️Aber so ist es halt im Januar bei uns !☹️Euch eine gute und sichere Fahrt ! Ich freue mich jetzt schon auf den Bericht aus Andalusien ! Ole !💃🍀☀️🍀👍

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